besteht aus zwei wichtigen Teilen

Dem Magazin mit Hintergründen zur Wahlforschung

Aktuellen Analysen und unseren Umfrageschnitten auf der Startseite. Die bauen wir in drei Schritten aus.

 

Schritt 1: Umfrageschnitt pur

Aktuell zeigen wir auf der Titelseite den Monatsdurchschnitt aller Umfragen der wichtigsten Institute. Wir geben diese Zahlen 1:1 ungewichtet wieder, heißt also: pro Monat haben wir alle Umfragen zusammengerechnet und den Durchschnitt gebildet.

Schritt 2:  S&R-Umfrageschnitt

Im zweiten Schritt werden wir die puren Umfragewerte um einen gewichteten Schnitt ergänzen. Dafür schauen wir uns an, wie korrekt die Institute einzelne Parteien in der Vergangenheit vorhergesagt haben und wie ein einzelnes Institut vom Schnitt aller Institute abweicht. Stellt sich dann ein systematischer Bias heraus (also ein Wert, der ständig zu hoch oder zu niedrig ausfällt), bereinigen wir bei neuen Umfragen den Wert dieser Partei bei diesem Institut.

Die Berechnungen und den Weg werden wir hier und im Magazin dann auch genauer beschreiben. Wer will, kann dann selbst mit den CSV-Dateien experimentieren.

Schritt 3: S&R-Prognose

Mit der dritten Ausbaustufe wagen wir uns am meisten aus der Deckung. Anders als die Momentaufnahmen in Schritt 1 und 2 blickt die Prognose in die Zukunft.

Dafür lassen wir nicht nur die Sonntagsfragen („Welche Partei würden Sie wählen, wenn an diesem Sonntag gewählt würde?“) in unseren Schnitt einfließen. Stattdessen schauen wir auf historische Zusammenhänge von Wahlergebnis und anderen Umfragen, beispielsweise zur Wechselstimmung oder der Kanzlerfrage – und wir blicken darauf, ob möglicherweise externe Daten wie die Arbeitslosenquote, die Inflation oder der deutsche Fußballmeister Hinweise auf das Wahlergebnis liefern. Ob und wie wir dieses Modell verfeinern, könnt Ihr im Magazin nachlesen.

Ob diese Prognose am Wahltag so eintreten wird? Das wissen wir natürlich auch noch nicht – aber wir glauben, dass allein schon ein Mehrwert darin besteht, die Rechenwege und Überlegungen offen zu beschreiben und zu diskutieren. Wir wollen dieses Experiment mit Euch wagen und ein Ziel verfolgen: Weniger schlechte Vorhersagen.

Übrigens:

Die Umfragewerte sind hervorragend von wahlrecht.de aufbereitet, eine Wahnsinnsinitiative eines tollen Teams um Matthias Cantow.