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Woche 15 – Was die Umfragen zeigen

Gute Nachrichten für die Union, eher schlechte für die SPD. Und eine Zusammenfassung darüber, wie die deutschen Parteien auf das Referendum in der Türkei reagierten.

Schon im Auftaktartikel dieser Rubrik wollen wir ein Versprechen abgeben: Willkommen zur einzigen Wahl-Seite, die keine Wortspiele oder Sprachbilder mit Zügen bietet – weder zu Martin Schulz noch über irgendjemand anderen. Bitte erinnern Sie uns daran!

Die wichtigsten Trends
Davon abgesehen brachte die Osterwoche eher gute Nachrichten für die Union und leicht negative für die SPD. In zwei von vier Umfragen haben CDU/CSU zugelegt, in den anderen ihre Werte gehalten.

Die SPD hat in drei von vier Umfragen verloren, nur bei Forsa ging es nach dem Katastrophenwert letzte Woche leicht nach oben – dort liegen die Sozialdemokraten häufig schlechter als bei anderen Instituten. Seit der letzten Bundestagswahl 2013 hat Forsa nie mehr als 32 Prozent ermittelt – und davon ist man jetzt gerade einmal zwei Prozentpunkte entfernt.

Auch die FDP kann in zwei Umfragen zulegen und sich nach oben von der 5-Prozent-Hürde absetzen. Zuletzt hatte sie am 20. Februar 2016 bei Emnid darunter gelegen.

Langfristig fällt auf, dass die Union sich langsam von einem kleinen Abschwung nach der Schulz-Nominierung erholt, die SPD aber auch nicht unbedingt verliert.

Was das jetzt heißt
Langfristig fällt auf, dass die Union sich langsam von einem kleinen Abschwung nach der Schulz-Nominierung erholt, die SPD aber auch nicht unbedingt verliert. Damit könnte der kleine Aufschwung von CDU/CSU eher auf Kosten der AfD gehen – deren Höhenflug ist in den aktuellen Umfragewerten vorüber.

Was wirklich wichtig war
Diese Woche war das türkische Verfassungsreferendum auch ein wichtiges Thema für die deutschen Politiker. Sie bewerten das Land und die Zusammenarbeit mit Deutschland und Europa neu.
Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel wollen weiter das Gespräch suchen, schließlich bleibe die Türkei ein wichtiger “Nachbar”, sagte Gabriel. CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen fordert vorerst nur ein “Aussetzen” der Verhandlungen. Andere Spitzenpolitiker von Union, der Linken und der FDP sprachen sich aber für ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus. Noch weiter gehen die Linken: Sie wollen auch einen Ausschluss der Türkei aus der NATO erreichen. Die AfD verlangt von Deutschtürken, die für das Referendum gestimmt haben, dass diese Deutschland verlassen und in die Türkei zurückkehren.

Neues Prognosemodell von YouGov sieht AfD auf Platz 3

Nicht nur die Prozent der Stimmen, sondern auch die zukünftige Verteilung der Sitze im Bundestag will YouGov mit seinem Modell vorhersagen. Größte Überraschung: Die AfD liegt klar auf dem dritten Platz, während die Grünen um den Einzug bangen müssen. Außerdem soll der Bundestag größer werden als jemals zuvor.

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Woche 27 – Was die Umfragen zeigen

Die Union bleibt auf hohem Niveau gleich, der SPD gelingt keine Kehrtwende und einige Reaktionen der Parteien zum G20-Gipfel.

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