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Woche 16 – Was die Umfragen zeigen

Die Union macht Boden gut, für rot-rot-grün reicht es nicht mehr und wie haben eigentlich die Parteien auf die Wahl in Frankreich reagiert?

Die wichtigsten Trends
Es gibt weiter gute Nachrichten für die Union: In drei von vier veröffentlichten Umfragen konnten CDU/CSU zulegen, letzte Woche war das bereits in zwei Umfragen so.

Die Grünen stehen derzeit am meisten in den negativen Schlagzeilen: Forsa und Emnid sehen sie nur noch knapp über der Fünf-Prozent-Hürde und auch in beiden anderen Befragungen haben sie verloren.

Möglicherweise wandern diese Wähler auch nur herüber zu den Linken. Die haben in zwei Fällen leicht Boden gut gemacht.

Was das jetzt heißt
Langfristig fällt weiter auf, dass die Union Boden gut macht – noch wichtiger ist aber, dass die Zeiten, in denen es für eine rot-rot-grüne Mehrheit gereicht hätte, vorerst vorüber sind. In keiner Umfrage kommen sie über 46 Prozent – was zu wenig sein dürfte, um eine Mehrheit der Sitze zu bekommen.

Was wirklich wichtig war
Wie haben die Parteien auf das Ergebnis in Frankreich reagiert?
Union, SPD, Grüne und FDP begrüßten den Einzug des unabhängigen liberalen Emmanuel Macron in die zweite Runde. Sigmar Gabriel gab sich “sicher, er wird der nächste französische Präsident”, Martin Schulz gratulierte per Twitter fleißig auf Französisch.

Sahra Wagenknecht von den Linken bedauerte, dass nicht der linke Kandidat Jean-Luc Mélenchon in den zweiten Wahlgang zog. Sie sagte „Der ehemalige Investmentbanker Macron dagegen steht für die Fortsetzung und Verschärfung genau jener Politik des Sozialabbaus und forcierter Privatisierungen, die den reaktionären Front National Le Pens erst stark gemacht hat und absehbar weiter stärken wird.“

Die seit dem Parteitag am Wochenende deutlich angezählte AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry gratulierte hingegen Marine Le Pen: Die Wahl habe gezeigt, dass man “den Mehltau aus Stagnation und übertriebener politischer Korrektheit eine deutliche Ablehnung erteilt und sich Alternativen wünscht”.

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