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Woche 20 – Was die Umfragen zeigen

Die Union hat einen komfortablen Vorsprung, die FDP erlebt einen Aufschwung und die SPD versucht Boden gut zu machen: mit einem Programm.

Die wichtigsten Trends
Fünf neue Umfragen sind diese Woche erschienen und obwohl sie nicht vollständig nach der NRW-Wahl erhoben wurden, so sind doch drei Trends durchgängig erkennbar.

Die CDU gewinnt in allen fünf Umfragen hinzu. Insgesamt steigt die Union in unserem S&R-Schnitt um einen Prozentpunkt. Sie liegt nun mehr als zehn Prozentpunkte vor der SPD.

Die wiederum hat in vier von fünf Umfragen Boden verloren. Sie steht nun im S&R-Schnitt bei etwa 26,5 Prozent und das Hoch durch die Nominierung von Martin Schulz verschwindet Woche um Woche.

Sehr gute Nachrichten gibt es dagegen weiter für die Liberalen. Die FDP hat in den Umfragen die Grünen überholt und liegt bei durchschnittlich fast 8 Prozent – komfortabel über der Fünf-Prozent-Hürde.

Was das jetzt heißt
Nach der NRW-Wahl raunt sich der politische Betrieb nur noch eine Frage zu: Kann Martin Schulz es noch schaffen? Die allermeisten Beobachter schütteln als Antwort darauf inzwischen nur noch mit dem Kopf. Aktuell ist das Narrativ über ihn und die SPD extrem negativ und es gibt nur noch zwei Auswege: Entweder bleibt das Momentum der Sozialdemokraten so schleppend oder die Medien geben in einem nächsten Zyklus dem Thema einen Spin in der Richtung “der unglaubliche Wiederaufstieg” – noch sind es schließlich vier Monate bis zur Bundestagswahl.

Was wirklich wichtig war
Die SPD hat einen Entwurf ihres Parteiprogramms vorgestellt und sucht jetzt Botschaften und Inhalte für den Wahlkampf. Letzte Woche wurde ein 67-seitiger Entwurf eines Regierungsprogramms geleakt. Die Partei möchte anscheinend beim Thema Innere Sicherheit punkten. Unter anderem soll es mehr Videoüberwachung und 15.000 zusätzliche Polizisten geben. Viel Platz nehmen auch vier weitere Themen ein: Familie, starker Sozialstaat, gerechtere Steuern und ein „besseres Europa“. Der Entwurf soll als Leitantrag auf einem Parteitag am 25. Juni verabschiedet werden.

 

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