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Woche 28 – Was die Umfragen zeigen

Die AfD kann leicht zulegen, der SPD hat die G20-Debatte nicht geschadet. Kann nun der „Zukunftsplan“ von Martin Schulz die dringend benötigte Aufholjagd einleiten?

Die wichtigsten Trends

Letzte Woche hatten wir so viele neue Umfragen wie nie zuvor, diese Woche sind die Institute gefühlt in der Sommerpause. Drei neue Erhebungen wurden veröffentlicht, aber sie brachten nur bei einer einzigen Partei ein wenig Bewegung: Die Alternative für Deutschland konnte in allen drei Fällen zulegen. Im S&R-Schnitt bedeutet das ein Plus von 0,5 Prozentpunkten, die AfD bewegt sich also statt bei rund 7,5 Prozent bei etwa 8 Prozent. Es ist aber weiter möglich, dass dieses Plus normales statistisches Rauschen ist und nächste Woche wieder verloren geht.

Unter dem Strich liegen bei den kleinen Parteien zwischen Grünen und Linken nur 1,3 Prozentpunkte – zu wenig, um irgendeine verlässliche Aussage zu treffen, welche bei einer Wahl derzeit vorne läge.


Was das jetzt heißt

Möglich, dass die AfD von der Debatte um Innere Sicherheit nach dem G20-Gipfel profitiert hat. Die Umfragen zeigen aber auch, dass die SPD rund um Olaf Scholz keine direkten Nachteile daraus erfahren hat.

Trotzdem treten die Sozialdemokraten weiter auf der Stelle und ihnen läuft die Zeit davon: 14 Prozentpunkte trennen sie im S&R-Schnitt von der Union, pro Woche müsste sie bis zur Wahl rund 1,5 Prozentpunkte aufholen, um im September auf Augenhöhe zu liegen.


Was wirklich wichtig war

Martin Schulz hat noch einmal eine Liste mit politischen Ideen vorgelegt: Zukunftsplan heißt das und enthält „Zehn Ziele für ein neues Deutschland“, denn das Land könne schließlich mehr. Die taz greift sich besonders das von Schulz vorgeschlagene „Chancenkonto“ heraus und lobt es als „Grundeinkommen light“. Die Idee: In der Bundesrepublik lebende Erwachsene bekommen vom Staat ein Guthabenkonto, dessen Geld sie für Weiterbildung und berufliche Entwicklung nutzen können.

Die taz lobt den Vorschlag als neuartig und Alleinstellungsmerkmal, die tagesschau kritisiert, dass Schulz’ Zukunftsplan kaum konkrete Ideen zur Umsetzung enthalte.

(Foto von Pablo Heimplatz bei Unsplash)

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