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Die S&R-Prognose: Was sich bis zur Wahl ändern wird

Unsere S&R-Prognose ist online und für einige Parteien sagen wir Unterschiede zu den aktuellen Umfragen voraus. Es gibt einen großen Gewinner und einen kleinen Verlierer.

Bisher haben wir auf dieser Seite den S&R-Schnitt veröffentlicht, also einen Durchschnitt aktueller Umfragen, bei dem wir die Institute unterschiedlich gewichtet haben. Jetzt ist unsere S&R-Prognose online – und damit wagen wir zum ersten Mal einen Blick auf den 24. September. Wir haben in unseren Berechnungen festgestellt, dass frühere Wahlergebnisse ein zuverlässiger Indikator für kommende Ergebnisse sind, deshalb fließen sie zusammen mit den aktuellen Umfragen in unsere Vorhersage ein, mehr zur Methode gibt es hier.

Welche Parteien aktuell in den Umfragen falsch liegen

Besonders bei zwei Parteien stellen wir einen Unterschied fest: Die Union wird aus unserer Sicht derzeit ein wenig zu hoch bewertet, die Grünen deutlich zu niedrig. Aktuell geht unser Modell davon aus, dass die Partei durchschnittlich in Sonntagsfragen fast zwei Prozentpunkte unter dem Wert liegt, bei dem sie am 24. September landen könnten.

Trotzdem kommt Rot-Rot-Grün nur auf rund 42 Prozent, Schwarz-Gelb liegt bei knapp 46 Prozent. Für beide Bündnisse wäre es kaum möglich, eine Mehrheit zu erreichen. Schwarz-Grün könnte aber mit etwas über 47 Prozent bereits sehr knapp für eine Sitzmehrheit reichen.

Welche Grenzen die Prognose hat

Natürlich gilt auch für unsere Prognose, dass sie fehlerbehaftet ist. Sie ist unser derzeit bestmöglicher Versuch einer Vorhersage. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass bisherige Wahlergebnisse gut als Indikator funktionieren und glauben, dass sie das auch in Zukunft tun werden. Allerdings zeigt unsere Berechnung auch, dass es kaum ein Prognose-Modell gibt, bei dem der Vorhersagefehler für Union und SPD richtig befriedigend gesenkt werden kann. Heißt also vereinfacht: Auch, wenn man alle Umfragen, Landtagswahlen und Bundestagswahlen von 1998 bis 2013 betrachtet, ist es nicht möglich, ein komplett stimmiges Prognosemodell aufzustellen, das in der Vergangenheit schlüssig alle Zahlen korrekt vorhergesagt hätte.

Trotzdem gibt es einige sichere Trends, die wir auch hier sehen: Der Abstand zwischen Union und SPD ist weiter riesig und schließt auch bei Annahme großer Statistikfehler nicht. Und: Die kleinen Parteien liegen extrem eng beieinander. Auch, wenn hier die Reihenfolge eine andere ist und die Grünen die stärkste der kleinen Parteien sind.

(Foto: davide ragusa auf Unsplash)

Ipsos-CEO: Warum Wahlprognosen immer schwieriger werden

Für das GQ-Magazin ist er der “genialste Meinungsforscher” überhaupt. Das beweist Ben Page auch im Signal & Rauschen-Exklusivinterview. Uns hat er erzählt, warum Wahlprognosen wie Würste sind, wieso es angesagt ist, Front National zu wählen - und er hat zugegeben, welche Fehler er vor der Brexit-Abstimmung gemacht hat.

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Neues Prognosemodell von YouGov sieht AfD auf Platz 3

Nicht nur die Prozent der Stimmen, sondern auch die zukünftige Verteilung der Sitze im Bundestag will YouGov mit seinem Modell vorhersagen. Größte Überraschung: Die AfD liegt klar auf dem dritten Platz, während die Grünen um den Einzug bangen müssen. Außerdem soll der Bundestag größer werden als jemals zuvor.

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