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Woche 31 – Was die Umfragen zeigen

Sieben Wochen vor der Wahl kommt die SPD nicht in Fahrt, aber die AfD erlebt einen kleinen Aufschwung.

Die wichtigsten Trends

Es sind noch sieben Wochen bis zur Bundestagswahl und die SPD liegt im Durchschnitt aller Umfragen und in unserer Prognose rund 14 Prozentpunkte hinter der Union. Rechnerisch sind das also zwei Prozentpunkte pro Woche.

Gewinner der Woche ist die Alternative für Deutschland. Sie befindet sich seit Monaten in einem Mini-Aufwind, auch diese Woche sehen alle drei Umfragen kleine Zuwächse. Seit dem Tiefststand vor sechs Wochen hat die Partei rund 1,5 Prozentpunkte gutgemacht und steht nun bei knapp neun Prozent.

Was das jetzt heißt

Schon einmal hat die SPD einen solchen Rückstand sieben Wochen vor der Wahl beinahe aufgeholt: 2005 war das, die beiden Kandidaten hießen Gerhard Schröder und Angela Merkel. Historisch unmöglich ist es also nicht, was Martin Schulz vorhat, allerdings hatte damals auch schon ein paar Wochen zuvor ein Stimmungsumschwung eingesetzt – und genau der ist aktuell nicht zu erkennen. Schröder gewann mehr und mehr hinzu, bis er am Wahlabend dann seinen denkwürdig-polternden Auftritt in der Elefantenrunde hatte und Angela Merkel anblaffte, dass er natürlich Kanzler bleibe.

Was wirklich wichtig war

Die Woche über hat die Debatte über die deutschen Automobilkonzerne die Medien dominiert, am Wochenende war dann Niedersachsen das Top-Thema: Der Parteiwechsel der Grünen-Abgeordneten Elke Twesten zur CDU kippt die rot-grüne Mehrheit im Landtag und Ministerpräsident Stephan Weil wurde vorgehalten, dass er eine Regierungserklärung vor der Rede bei VW vorgelegt hat. Weil sagt, dass dies sicherstellen sollte, dass keine inhaltlichen Fehler darin sind – inhaltliche Aussagen seien nicht verändert worden.

Seit Montag steht nun fest, dass drei Wochen nach der Bundestagswahl am 15. Oktober der Hannoveraner Landtag neu gewählt wird. Die SPD-Werte der nächsten Wochen werden zeigen, ob die Wähler das niedersächsische Chaos den Sozialdemokraten auch bundesweit zum Vorwurf machen – fest steht, dass für Martin Schulz jedenfalls wichtige Zeit verloren geht.

(Foto von Paul Jarvis bei Unsplash)

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