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Woche 34 – Was die Umfragen zeigen

Vier Wochen vor der Wahl verlieren die beiden großen Parteien ein wenig und zwei kleinere Parteien gewinnen hinzu. Welche Koalitionen möglich sind.

Die wichtigsten Trends

Am Sonntag waren es noch vier Wochen bis zur Wahl und in den sieben Tagen zuvor haben wir einen Rekord bei den Umfragen erlebt: Sechs Institute haben neue Zahlen veröffentlicht.

Sie sahen vor schlecht für Union und SPD aus, aber brachten gute Nachrichten für FDP und AfD. CDU/CSU und SPD haben in vier beziehungsweise fünf Umfragen leicht verloren, für die Liberalen ging es vier Mal um einen Prozentpunkt rauf. Die AfD legte ebenfalls in vier Fällen zu, ein Mal davon sogar um zwei Punkte. Bei den anderen Parteien ist das Bild nicht eindeutig.

Was das jetzt heißt

Die neuen Zahlen geben uns Gelegenheit, einmal auf die Chance einer schwarz-gelben Koalition zu schauen. Besonders die Werte von Allensbach legen eine solche Option nahe, dort kommen beide Parteien auf 49,5 Prozent, was bei vier Prozent sonstigen Stimmen für eine Mehrheit der Sitze reichen würde. Infratest dimap sieht beide Parteien zusammen dagegen nur bei 46 Prozent.

Wir berechnen in unserem Schnitt aktuell knapp über 47 Prozent für Union und FDP. In unserer S&R-Prognose für den Wahltag, die auch vorangegangene Landtagswahlen als wichtigen Indikator heranzieht, ist Schwarz-Gelb aber eher unsicher. Dort kommen Union und FDP auf rund 46,5 Prozent, was wohl nicht für eine Mehrheit der Sitze reichen würde.

Was wirklich wichtig war

Wir erleben mehr und mehr den Versuch, Themen zu setzen. Besonders Martin Schulz versuchte vergangene Woche, sich von der Union abzusetzen. Seine beiden Vorschläge bekamen allerdings viel Kritik.

Zuerst kündigte er an, sich im Falle eines Wahlsiegs dafür einzusetzen, dass US-Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden. Der Union hat das nur ein Schulterzucken abgeluchst. Die Linke beklagte sogar, dass sie das schon lange fordere, aber doch bisher die SPD blockiere.

Außerdem hat Schulz in einem Interview mit der ADAC Motorwelt erklärt, dass er die bisher für 2019 geplante Pkw-Maut nicht einführen werde. Aber auch da gab es kaum enthusiastische Reaktionen – was möglicherweise daran liegt, dass die Maut eher Fahrer ausländischer Pkw in Deutschland trifft.

(Foto von Marian Beck bei Unsplash)

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